Stehlen Ihnen Online Meetings Ihre wertvolle Zeit?

Keine Zeit ?
Gerade wieder erlebt. Junge Führungskräfte reden 15 Minuten darüber, wie nervig es ist, dass es so viele Online-Meetings gibt und sie nicht zum arbeiten kommen. Mein Ansatz : dann ändert das ….. schien zu verwirren. Das ist doch nicht einfach änderbar? Doch, die Zeit die wir schenken oder auch ausgeben – denn es ist auch eine Ausgabe, bestimmen wir selbst. Fremdbestimmung gibt es natürlich, doch mich überzeugt diese Argument nicht gänzlich. Es ist auch eine Entscheidung sich der Fremdbestimmung hinzugeben und dabei stehenzubleiben. Der aktuelle Podcast beschäftigt sich mit einem Text, der vor über 100 Jahren geschrieben wurde und auch jetzt mehr denn je aktuell ist. Neben der Inspiration und dem neuen Blick auf das Wesentliche gibt es im Podcast auch ein konkretes Selbstcoachingtool, wie Sie auf Ihre Zeitlandschaft schauen können. Jenseits von Zeitmanagement. Mit dem Blick Ihrer Seele und mit dem Blickwinkel auf Ihr ganzes Leben. Wer es eilig hat : Der Podcast hat 11 Minuten. Hier finden sie den Podcast und können dann über Apple Podcast, Spotify oder andere Plattformen hören, auch mehrmal. Gute Inspiration und Zeit für Sie und alle und alles, was Ihnen wichtig ist.
https://coaching-to-go.space/podcast-episode-53/

Für diejenigen von Ihnen, die lieber den Text lesen, hier ist er für Sie:

Gedicht von Mario de Andrade

(San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler.
Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.
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*Meine Seele hat es eilig.*

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

@ urban_light
Depositfotos

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

Online-Meetings und Pünktlichkeit – sind Regeln sinnvoll?

Warum Pünktlichkeit auch im Online-Meeting wichtig ist

„Ich muss noch schnell was essen“ – Kommt dieser Satz, fängt ein Online-Meeting schon mal 20 Minuten später an. Ungünstig für den, der bereits vor dem Bildschirm sitzt. Gemeinsame Regeln sind auch für diese Treffen wichtig, sagen Businesscoach Christa-Marie Münchow und Trainerin Isabel Schürmann. Sie haben Tipps, wie Chefs, Mitarbeiter und Kollegen den Austausch übers Internet erfolgreich gestalten.

Wer in den vergangenen Monaten im Homeoffice gearbeitet und Meetings online gemacht hat, kennt es bestimmt: Mitunter sind Kollegen einfach mal unpünktlich oder aber sie behaupten, ihre Kamera sei kaputt. Manche bitten nach dem Zuspätkommen um ein kurzes Update. Das stört nicht nur in dem Moment das Treffen. Es bringt auch das größere Ziel in Gefahr – nämlich, dass alle Beteiligten später mit einem guten Gefühl das Meeting verlassen und es nicht unproduktiv empfinden.

Businesscoach Christa-Marie Münchow und Trainerin Isabel Schürmann sagen:  New Work heißt nicht, dass jeder online machen kann, was er will. Doch statt starrer Regeln braucht es hier insbesondere Achtsamkeit und Umsicht. Gut ist es, vor dem Austausch auf sein Gegenüber einzugehen. Schafft er es, zu einer bestimmten Uhrzeit am Computer zu sitzen? Kann ein Zeitpuffer eingebaut werden? Ist dieser vorher bekannt, so ist es unproblematisch, wenn ein Treffen etwas später anfängt.

Daneben sollten Menschen bedenken, dass sie mit ihrem Handeln eine Botschaft senden. Ist die Kamera vermeintlich am Tag des Online-Workshops kaputt, so ziehen andere Rückschlüsse. Womöglich haben sie das Gefühl, dass nebenher noch etwas anderes bearbeitet wird. Oder aber es ist im Hintergrund womöglich nicht aufgeräumt, die Kleidung oder die Frisur stimmen nicht. „Es ist ein Irrglaube zu denken, dass andere auch bei ausgeschalteter Kamera nicht bemerken, ob jemand mit voller Aufmerksamkeit da ist oder nicht“, sagt Isabel Schürmann. In manchem Fall können Menschen auch einen virtuellen Hintergrund nutzen, so die Trainerin. Dann sind bestimmte Dinge nicht zu sehen. Es hilft im Notfall auch, ein Bettlaken im Hintergrund zu spannen, sodass zum Beispiel die unaufgeräumte Küche verschwindet.

Bild : SergeyNivens- Depositfotos

Die beiden Trainerinnen wollen bewusst nicht die zehn goldenen Tipps fürs Online-Meeting geben. Dennoch sagen sie: „Achten Sie darauf, wann Sie ein Meeting ansetzen. Wenn Eltern gleichzeitig nebenbei Kinder im Homeschooling haben, sind sie unentspannt.“ Auch Kleidung ist ein wichtiger Punkt. Das Hemd sollte nicht flimmern. Selbstverständlich sollte es stabiles Internet geben. Und frühstücken sollten wir davor oder danach. Isabel Schürmann: „Es ist nicht schön, wenn im Online-Meeting ein Brötchen aus der Tüte geholt oder die Kaffeetasse auf den Schreibtisch geknallt wird.“

Daneben empfehlen die beiden auf die Körpersprache zu achten. Christa-Marie Münchow: „Es ist ein Zeichen von Respekt zu prüfen, ob der andere mich anschauen kann.“ Die Kamera und Sitzposition sollten also so sein, dass die Menschen sich auf Augenhöhe sehen können. Auch die Lichteinstrahlung ist ein wichtiger Punkt.

Christa-Marie Münchow sagt: „Jeder Mensch weiß eigentlich, was sich gehört. Wir verlieren nur im Schnell, Schnell, Schnell und dieser Verfügbarkeit der Technik, manchmal den Blick dafür.“

 

Zusammenfassung: So gelingt das Online-Meeting

1. Auch im Online-Meeting gilt: Monologe sorgen nicht unbedingt für langanhaltende Aufmerksamkeit. Daher: Stellen Sie den Teilnehmern Fragen, bitten Sie sie um ihre Einschätzung oder ihre Meinung. Auflockernd sind auch Parts anderer Teilnehmer, die im Vorfeld vorbereitet werden können.

  1. Die Technik muss stehen – nicht nur bei den Teilnehmern, sondern insbesondere auch beim Veranstalter. Daher vor Beginn des Meetings rechtzeitig testen.

LTE und LAN sind stabiler als WLAN.

  1. Bitten Sie die Teilnehmer, pünktlich zu sein. Und seien Sie es auch.
  2. Frühstücken erfolgt besser in den Pausen und nicht während des Meetings. Dasselbe gilt fürs Kaffeetrinken.
  3. Achten Sie auf Ihre Kleidung, Sitzposition und den Hintergrund – die unaufgeräumte Küche kann hinter einem Tuch oder einem virtuellen Design verschwinden. Arbeiten Sie und Ihre Kollegen nicht nebenher etwas anderes.

Tipp:
Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann hören Sie in den Podcast „Coaching to go“ (Folge 52) hinein. Christa-Marie Münchow und Isabel Schürmann erklären, wie Sie gemeinsame Regeln für Online-Meetings erarbeiten. Zu spät kommen oder eine ausgeschaltete Kamera lassen sich vermeiden. Isabel Schürmann ist Co-Autorin des Buches „New Work: Knigge reloaded“. https://coaching-to-go.space/

Der Podcast „Coaching to go“
Was treibt uns an? Was blockiert uns? Der Podcast „Coaching to go“ unterstützt Menschen mit Job, die etwas für sich selbst tun wollen. Dafür liefert er in kleinen Häppchen Methoden zum Selbstcoaching und zur Online-Zusammenarbeit. Es geht um Selbstführung, Digital Literacy, das Auflösen von Konflikten und Hindernissen, die eigene innere Haltung und das eigene Energiemanagement. Mitunter wird es experimentell, zum Beispiel, wenn direkt vor dem Mikrofon gecoacht wird und die Zuhörer Mäuschen spielen dürfen. Über Interviews mit Experten werden Themen vertieft. https://coaching-to-go.space/

Mit Leidenschaft: Coach und Podcasterin
Christa-Marie Münchow lebt nahe Berlin und coacht Menschen in ganz Deutschland online. Sie hilft Selbstständigen, Angestellten und Führungskräften, sich zu entwickeln. Seit über 20 Jahren begleitet sie Menschen auf ihrem Weg und bildet andere Coaches und auch Online-Trainer in Wirksamkeit im virtuellen Raum aus.

So kommen Sie online in Verbindung

Warum gerade Zuhören so wichtig ist

Ob im persönlichen Gespräch oder online: Zuhören ist eine Kunst. Wie uns dies in Online-Meetings mit Zoom, MS Teams oder Google Hangouts besser gelingt, weiß Businesscoach Christa-Marie Münchow. Sie sagt: „Lauschen Sie auf mehreren Ebenen.“

Seit Monaten treffen sich Mitarbeiter, Führungskräfte, aber auch Oma und Enkel verstärkt über Plattformen wie Zoom und Co. Sie tauschen sich am Bildschirm miteinander aus. „Diese Form der Kommunikation wird zwar zwischenzeitlich gut genutzt, jedoch für unsere ganzheitliche Wahrnehmung noch nicht als natürlich empfunden“, so die Trainerin. Denn uns fehlen wesentliche Dinge. Wir sehen uns zum Beispiel nicht ganz. Körpersprache und Körperspannung werden nur eingeschränkt wahrgenommen. Wir können uns auch nicht berühren oder riechen. Das Hören bekommt da eine ganz besondere Bedeutung.

Die vier Ebenen des Zuhörens
Christa-Marie Münchow weiß, dass wir auf vier Ebenen zuhören und diese auch ganz automatisiert anwenden. Gut ist es, sich diese Ebenen bewusst zu machen. Denn dann gelingt das Zuhören besser. Die vier Ebenen hat Wissenschaftler und Autor Otto Scharmer herausgearbeitet. Demnach befinden wir uns zunächst oftmals im Downloading. Dies bedeutet, dass wir von unserer eigenen Meinung aus zuhören. Wir hören das, was wir hören wollen, und fühlen uns bestätigt. Christa-Marie Münchow: „Diese Ebene kann sich sehr gut anfühlen. Das Problem: Es entsteht nichts Neues oder schlimmstenfalls reden wir aneinander vorbei.“ Besser ist es daher, sich mehr zu öffnen – und zwar für Fakten, die wir bisher nicht kannten. Mit dem „Open mind“ auf der zweiten Ebene des Zuhörens gelingt es uns, die Perspektive zu wechseln. Gutes Zuhören braucht aber noch mehr, es darf empathisch sein. „In diesem Moment ist es nicht wichtig, was wir denken und fühlen, wer wir sind. Wichtig ist, sich einmal in die Schuhe des anderen zu stellen“, so die Online-Trainerin. So können wir auf der dritten Ebene des Zuhörens erfahren, was ihn im Inneren bewegt und warum er so argumentiert. Durch Spüren können wir verstehen. Das schafft neue Möglichkeiten, alles neu zu betrachten, ist Christa-Marie Münchow überzeugt.

Raum für Ideen und Kreatives
Die vierte Ebene ist ein generatives Zuhören. Und gerade dieses ist für (Online)-Meetings von großer Bedeutung. Hier öffnen wir unseren Willen und lassen zu, was wir wirklich empfangen können, also Fakten und Emotionen sowie ein Aufmerksamkeitsfeld, das sich zwischen uns und den anderen bildet. Es tut sich ein neuer Raum auf für ungewöhnliche Ideen und Kreatives. Die Menschen sind miteinander verbunden, niemand geht unverändert aus diesem Treffen heraus. Christa-Marie Münchow: „An dieser Stelle wird es anstrengungslos. Nicht jeder Einzelne erzählt seine Meinung, sondern es entsteht ein anderer Gesprächsfluss, der auch Stille, Schweigen und Hinspüren beinhaltet.“ Dabei entsteht dann wirklich etwas Neues, das alle miteinander verbindet.

CONNECTED@ everett225

Paraverbale Kommunikation
Damit Zuhören klappt und wir auch die vierte Ebene erreichen, müssen wir uns auch mit paraverbaler Kommunikation beschäftigen. Dies sind die Dinge zwischen den Zeilen: die Stimmlage, der Stimmklang, ein Lachen, eine Pause, ein Schweigen. Aber auch die Art zu atmen, ein Seufzen, ein Räuspern. „Beobachten Sie auch die Lautstärke und die Kraft in der Stimme. Sie hören, wenn sie lauschen, genau die Art und Weise der Zwischentöne“, so Christa-Marie Münchow.

In den Körper hineinlauschen
Die Online-Trainerin weiß, dass dieses genaue Lauschen etwas mit uns macht. Der Gedankenfluss hört auf. Bindungshormone werden ausgeschüttet. Dadurch werden Angst und Stress reduziert. Es macht innerlich weit. Wichtig bei allem ist, auch sich selbst zuzuhören und zum Beispiel in den eigenen Körper während so eines Meetings hineinzulauschen. Denn er gibt uns ständig Feedback und zeigt uns, wo wir stehen. Wer dabei noch auf seine innere Stimme hört, dem gelingt es, sich selbst und anderen gut zuzuhören und Prozesse gemeinsam gewinnbringend zu gestalten.

 

Tipp:
Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann hören Sie in den Podcast „Coaching to go“ (Folge 50) hinein. Christa-Marie Münchow erklärt, wie Sie auch in Online-Meetings die Kunst des Zuhörens effektiv einsetzen können und dabei wirklich Neues entstehen lassen. https://coaching-to-go.space/

 

Psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz

Verletzlichkeit als Superpower, wer hätte das gedacht

Gestern habe ich eine sehr berührende Mail von einer Coaching-Kundin bekommen. Ich wusste, dass sie sich schon einige Zeit damit rumschleppte, dass die Rahmenbedingungen/ Ihr Aufgabenfeld und auch die Zusammenarbeit im Team ihren Bedürfnissen nicht wirklich entsprachen. Sollte sie Ihren Chef darauf ansprechen und vielleicht im Team auch darüber reden? Sie verlor täglich viel Energie dadurch. Könnte sie dann nicht besser gleich kündigen? Schwäche zeigen, was ruft das für Reaktionen hervor?

Sie hat sich getraut ! Sie hat ihrem Chef wertschätzend gesagt, was  sie belastet . Was ist dann geschehen? Ihr Chef hat sich bei ihr entschuldigt  und zwar dafür, dass er bisher keine Antennen hatte, wie es ihr geht. Er hatte im Gespräch wirklich ein offenes Ohr für sie. Gemeinsam haben beide und anschließend das Team dafür Lösungen gesucht.

Durch den Mut der Kundin entstand eine Offenheit, die auch den anderen gutgetan hat. Ihre Verletzlichkeit zu zeigen, war ein Türöffner.

Die Google Studie hat bewiesen : Wer sich emotional am Arbeitsplatz sicher fühlt, der ist kreativer, energievoller und für alle funktioniert das Teamwork besser.

Google-Studie

Psychologische Sicherheit entsteht durch ein Teamklima,  in dem Menschen zu Ihren Schwächen und sich selbst stehen dürfen und auch dem Perfektionismus adé gesagt wird.

Da ist jede/jeder gefragt, Mut zu zeigen. Doch wie mache ich das genau? Ist das nicht gefährlich damit zu beginnen, wenn es bisher niemand macht? Worauf sollte ich dabei achten?

Dazu finden Sie in folgendem Artikel von mir 3 Dos und Dont´s.

https://www.haufe-akademie.de/perspektiven/verletzlichkeit-zeigen-aber-wie/

Viel Freude beim Lesen.

Ihre Christa-Marie Münchow

 

So lösen Sie Konflikte in Online-Meetings

Chancen und Risiken von Zoom und Co.
Viele Meetings finden zurzeit online statt. Auch hier kann es zwischen den Teilnehmern mal knirschen. Doch wie spreche ich Konflikte an, wenn jeder vor seinem Rechner sitzt? Drei erfahrene Coaches wissen die Antwort und haben Tipps für die Praxis.

Christa-Marie Münchow arbeitet in der Nähe von Berlin zum größten Teil online mit ihren Kunden/Teams und weiß: Je stärker ein Konflikt ist, desto mehr brauchte es bislang die persönliche Begegnung, um Missverständnisse zu beseitigen. Über Zoom oder andere Plattformen aber fehlt das. Wir können nicht auf alle Sinne zugreifen. Wir sehen zum Beispiel meist nur den Oberkörper. Was die Hände oder die Füße tun, haben wir nicht im Blick. Wir können die Körpersprache nicht sehen. Berühren oder riechen können wir uns auch nicht. Je größer die Gruppe im Meeting ist, desto schwieriger wird es zudem, den Einzelnen zu sehen. Ist der andere noch dabei? Hat er bereits innerlich abgeschaltet? Wurmt ihn etwas?

 

Sandra und Stefan Kemser wissen, wie wir das erkennen können. Die beiden Coaches sind darauf spezialisiert, Konflikte zu lösen. Im Podcast „Coaching to go“ von Christa-Marie Münchow erklären sie, was Konfliktsymptome sind. Sandra Kemser sagt: „Zwei Dinge tauchen in solchen Meetings immer wieder auf. Zum einen gibt es Menschen, die bei einem Konflikt immer mehr reden. Sie werden laut und echauffieren sich. Andere tun genau das Gegenteil. Sie werden leise und sagen nichts mehr“. Christa-Marie Münchow kennt das ebenfalls. Sie sagt: Menschen suchen dann auch keinen Blickkontakt mehr, sie schauen weg oder verdrehen gar die Augen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Sie zeigen mitunter auch kein Interesse mehr fürs Thema. Im schlimmsten Fall verlassen sie das Meeting.

An dieser Stelle ist der Moderator gefragt. Es ist wichtig, dass er die Situation erkennt und Teammitglieder wieder ins Boot holt. Dies können auch einzelne Teammitglieder machen, wenn sie ein Problem wahrnehmen. Dies geht zum Beispiel über sehr einfache Aufforderungen wie „Mich würde deine Meinung zum Thema interessieren“.

Online-Meetings können auch aufgrund der Rahmenbedingungen zu solchen Tiefs führen: Sie sind anstrengender, denn die Teilnehmer müssen aufmerksamer sein und sich auf den Punkt konzentrieren. Daher sollten sie auch kürzer sein und moderiert, so Stefan Kemser.

Zurzeit können sich viele Kollegen aufgrund der Bedingungen in der Coronakrise nicht persönlich sehen. Was mache ich, wenn ich merke, dass sich ein Konflikt mit einem Kollegen anbahnt und ich das Gefühl habe, etwas klären zu müssen? Die drei Coaches sind sich einig: Gut ist es, dem Impuls nicht im Meeting selbst nachzugeben.

Wer ein Problem sieht, sollte zunächst in die Selbstklärung gehen. Was ist der Auslöser für mein Gefühl gewesen? Was ist das größere Thema hinter dem Anlass? Wie wichtig ist es mir, dies zu klären? Von großer Bedeutung sind dabei auch die Rahmenbedingungen. Liegt es vielleicht an der Technik, am Ort, am Raum, an der Zeit, dass dies passiert ist? Können wir Meetings später stattfinden lassen, damit zum Beispiel der Ehepartner oder die Kinder nicht in der Wohnung sind? Liegt es vielleicht an der Effizienz, mit der wir uns in Online-Meetings stürzen? Anders als bei anderen Terminen, gönnen wir uns in der Regel keine Pausen.

 

 

Sandra Kemser: „Wenn die Rahmenbedingungen nicht das Problem sind, dann sollten wir schauen, was inhaltlich los ist. Ist es ein aufgabenbasierter Konflikt? Gibt es Regeln, die verletzt wurden? Wurden Vereinbarungen nicht eingehalten? Welches meiner Bedürfnisse wird hier nicht erfüllt?“ Wenn auch der andere ein Interesse haben wird, die Sache zu klären, dann sollten wir den Mut haben, es anzusprechen, so die Coaches. Dafür empfiehlt es sich, einen Extra-Termin zu vereinbaren. Dann kann sich jeder vorbereiten und keiner wird von einer Sache überrollt. Zwischen Tür und Angel solche Konflikte lösen zu wollen, empfiehlt sich auch vor Ort im Büro nicht.

Die drei Coaches sind überzeugt davon, dass Online auch Chancen bietet. Wer sich beispielsweise über Zoom verabredet, um einen Konflikt zu klären, der bleibt jeweils in seinem eigenen Revier. Es muss kein neutraler Ort für das Gespräch gesucht werden. Die Menschen haben einen gewissen Abstand und auch Sicherheit. Für die Konflikt-Lösung gibt es die 24-Stunden-Regel: Eine Nacht drüber schlafen. Dann sollte das Problem angegangen werden.

Zusammenfassung : 

  1. Je stärker ein Konflikt ist, desto mehr müssen Sie für persönliche Klärung sorgen. Das geht genauso gut auch online mit entsprechender Vorbereitung von beiden Seiten. Telefon oder WhatsApp sind ungünstig und führen leicht zu Missverständnissen.
  2. Konflikte zeigen sich auch in Online-Meetings am Verhalten der Teilnehmer. Manche reden sehr viel und echauffieren sich. Andere werden ruhiger und klinken sich aus.
  3. Wenn Sie merken, dass ein Kollege nicht mehr aufmerksam ist, können Sie ihn online anders als im Büro nicht anstupsen. Sie können ihm aber beispielsweise eine private Chatnachricht schicken und ihn wieder ins Boot holen.
  4. Online-Meetings sind aufgrund der Rahmenbedingungen anstrengender. Tappen Sie nicht in die Effizienzfalle. Gönnen Sie sich auch eine Pause. Es hilft, Konflikte zu vermeiden.
  5. Sprechen Sie einen Konflikt nicht im Team-Meeting selbst an, es sei denn vereinbarte Regeln für dieses Treffen werden nicht eingehalten. Gehen Sie in die Selbstklärung und fragen Sie sich: Liegt es an den Rahmenbedingungen, ist das Problem aufgabenspezifisch oder persönlich? Damit weiten Sie eine enge Sichtweise und kommen zu mehr Sachlichkeit.
  6. Wenn Sie merken, dass jemand nur noch still und abwesend teilnimmt, haben Sie den Mut, Dinge auch online anzusprechen. „Wo habe ich dich verloren?“ oder: „Ich bin gerade irritiert. Hier ist etwas passiert, das verstehe ich nicht. Kannst du es mir erklären?“
  7. Setzen Sie sich auch für Online-Meetings Regeln, um Konflikte zu vermeiden. Zum Beispiel: „Wir arbeiten nicht nebenbei.“

Tipp:
Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann hören Sie in den Podcast „Coaching to go“ (Folge 46) hinein. Christa-Marie Münchow, Sandra und Stefan Kemser erklären hier, wie Sie Konflikte auch online in den Griff kriegen. https://coaching-to-go.space/

Der Podcast „Coaching to go“
Was treibt uns an? Was blockiert uns? Der Podcast „Coaching to go“ unterstützt Menschen mit Job, die etwas für sich selbst tun wollen. Dafür liefert er in kleinen Häppchen Methoden zum Selbstcoaching. Es geht um Selbstführung, Intuition im Business, das Auflösen von Konflikten und Glaubenssätzen, die eigene innere Haltung und das eigene Energiemanagement. Mitunter wird es experimentell, zum Beispiel, wenn direkt vor dem Mikrofon gecoacht wird und die Zuhörer Mäuschen spielen dürfen. Über Interviews mit Experten werden Themen vertieft.
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Online Workshops mit Leichtigkeit, Lerneffekt und Intensität- ein Märchen?

Ist es überhaupt möglich, ganztägige Workshops in Online-Formate umzuwandeln, ohne die Vernetzung, die Leichtigkeit, den Lerneffekt, die Intensität und auch den Spaß eines „echten“ Workshops zu verlieren? Mit dieser Frage kam das Team von Ashoka auf mich zu.

Was dann kam, war viel Spass und eine super Zusammenarbeit. Grund genug, um die Tipps, die Ashoka wunderbar und kreativ umgesetzt hat, als Blogbeitrag zu veröffentlichen. Danke an Martina Zelt für die Zusammenfassung der Tipps, nun auch auf deutsch. Mögen möglichst viele davon profitieren.

Kernprinzipien zur Gestaltung von interaktiven und wirkungsvollen Online-Events:

Warum Pausen so wichtig sind
Agenda Design = Individuell
Die Goldene Regel der 5 Schritte
Interaction = Der Schlüssel
Visualisierung
Vertrauen aufbauen
Learnings, Erfolge und Misserfolge teilen

Die bereits um sich greifende Online Müdigkeit hat schon einen Namen : „Zoom Fatigue“. Dabei spielen viele Einflussfaktoren eine Rolle. Nicht alles läßt sich verhindern oder verändern. Unter dem unten stehenden Link  finden Sie viele  Herangehensweisen, die Ihre Online-Workshops und auch Meetings auf ein neues Niveau heben.

Ashoka hat es bewiesen : Es ist möglich, auch über die Distanz lebendig und verbunden im Miteinander zu sein und damit Kreativität und Produktivität freizusetzen. Die Details finden Sie durch Klick auf den Link.

Viel Spaß beim Lesen und Anwenden.

Online Meetings und Workshop, Tipps, Tricks und Tools

ERHOLT INS ONLINE- MEETING? – DAS GEHT

Erholt ins Online-Meeting? – Das geht

Kennen Sie das auch? Sie starten ins vierte Online-Meeting am Tag und fühlen sich eigentlich schon total erschöpft? Das muss nicht sein. Mit wenigen Tricks sind Sie so entspannt wie nach einem Waldspaziergang.

Mit welchen Tools dies gelingt? Das hören Sie in meiner neuen Podcast-Folge. Zusammen mit Martina Lüttringhaus spreche ich über Achtsamkeit und Präsenz in virtuellen Meetings. Erfahren Sie, warum es manchmal besser ist zu stören als durchzuhalten:

5 Tipps für die „schwierige Rückkehr“ Ihrer ganz persönlichen Heldenreise

5 Tipps für Ihre ganz persönliche Heldenreise

Achten Sie bewusst auf das Elixier

Gerade in Krisenzeiten bilden sich in uns neue Kompetenzen und Kräfte. Wir wachsen und manchmal auch über uns hinaus. Daraus entsteht etwas, das wir im Kontext der Heldenreise das Elixier nennen. Das Elixier erkennen Sie, indem Sie auf die neuen und positiven Erfahrungen schauen, die Sie machen. Oder aber Sie nehmen wahr, dass Sie auf eine andere Art und Weise handeln. Vielleicht bemerken Sie aber auch eine neue innere Haltung, oder es bieten sich Ihnen neue Möglichkeiten. Mein Tipp: Visualisieren Sie all das als „Schatzkiste“. Oder schreiben Sie Ihre Beobachtungen einfach auf. Holen Sie diese „Schatzkiste“ immer dann hervor, wenn Sie sich energielos fühlen oder in einem Stress-Modus, der Ihnen signalisiert „Nichts geht mehr“.

 

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf positive Lernerfahrungen
Fragen Sie sich: Was habe ich bereits bewältigt? Wofür habe ich Lösungen gefunden? Wie habe ich es geschafft, mich auf Neues einzulassen? Was habe ich über mich und wie ich lerne herausgefunden? Dies stärkt Sie auf Ihrem Weg.

Lassen Sie Altes los

Machen Sie sich eine Liste von Vorgehensweisen oder Denkweisen, die Sie zwar liebgewonnen haben, die Sie jetzt jedoch nicht mehr in den neuen Alltag mitnehmen können oder möchten. Was brauchen Sie, um loszulassen?

Schauen Sie auf den Rückweg

Richten Sie Ihren Blick auch auf die Zukunft und  ein „Zurückkommen in den Alltag“. Wie können die gesammelten neuen Erfahrungen, das neu Gelernte Ihnen dabei helfen? Was können Sie im beruflichen Umfeld tun oder lassen, damit Sie auch im Team/Unternehmen wieder gemeinsam vorwärtsschreiten? Wie können Sie die neuen Erfahrungen in sich und Ihre Arbeitswelt integrieren? Was aus der Zeit vor der Krise sollte bleiben und hat nach wie vor Bestand? Welcher Wandel wird möglich? Was gibt es neu zu lernen? Was ist Ihnen nun wichtig? Welche Werte liegen Ihnen am Herzen? Wie könnte eine positive Arbeitswelt nach der Krise aussehen? Tauschen Sie sich dazu bewusst mit Ihren Kollegen aus. Wie könnte eine Balance entstehen aus der „alten Welt“ und dem neu entstehenden?

Achten Sie auf Ihre Energiereserven
Wie können Sie in all dem, was hinter und noch vor Ihnen liegt, gut für sich und Ihre Energiereserven sorgen? Was können Sie sich Gutes tun? Wer kann Sie unterstützen? Welchen Menschen in Ihrem Umfeld können Sie unterstützen? Achten Sie darauf, dass Sie voller Energie bleiben.

Tipp: 
Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann hören Sie in den Podcast „Coaching to go“ (Folgen 37, 38 und 40) hinein. Christa-Marie Münchow erklärt hier detailliert, wie die Heldenreise funktioniert und was sie mit der derzeitigen Coronakrise zu tun hat.

 

 

 

Wie Sie in virtuellen Teams Energie freisetzen

Wie Sie in virtuellen Teams Energie freisetzen
Manager und Buchautor Peter Ivanov hat Tipps für Führungskräfte, aber auch für Familien

Ein Kollege in Peking, einer in New York, München oder Berlin: Für Peter Ivanov ist das ganz normal. Schon vor der Coronakrise hat er große Teams – mitunter mit über 100 Menschen – virtuell zusammengebracht. Im Podcast „Coaching to go“ von Businesscoach Christa-Marie Münchow berichtet er, wie das geht und wie damit jede Menge Energie freigesetzt werden kann.  

Peter Ivanov stammt ursprünglich aus Bulgarien. Seit 20 Jahren lebt er in Deutschland. Was es heißt, größere Teams zu führen, kennt er auch von zu Hause. Mit seiner Frau erzieht er fünf Töchter. Die Methoden im Privaten sind ähnlich wie im Business. Peter Ivanov hat die „Virtual Power Teams“ entwickelt, mit denen sich große Teams über Städte, Länder und Kontinente hinweg am Computer nicht nur verbinden lassen. Es entsteht noch viel mehr. Er sagt: „Mit dieser Methode werden Ziele übertroffen. Die besonderen Stärken eines jeden Einzelnen kommen zum Einsatz.“

Peter Ivanov
Foto: Karsten Eichhorn

„The 10 Big Rocks“
Peter Ivanov hat sein Wissen im Buch „Powerteams ohne Grenzen“ niedergeschrieben, das in sechs Sprachen übersetzt wurde. Im Podcast „Coaching to go“ berichtet er, was es mit den „10 Big Rocks“ auf sich hat. Fünf dieser Erfolgsfaktoren erklärt er im Gespräch genauer. Er sagt: „Die Persönlichkeit muss in den Fokus.“ Wenn er in ein virtuelles Team geht, dann lässt er die Menschen zunächst einmal von ihren Highlights berichten. Er fragt sie, wo sie am glücklichsten waren. Worauf sind sie besonders stolz? Er lässt sie aber auch berichten, was für sie schwierig war, sie aber trotzdem überwunden haben. Peter Ivanov sagt: „Da entsteht ein Wunder, nämlich das Zwischenmenschliche.“ Wer jetzt denkt, das dauert doch viel zu lange, der liegt falsch. 5 bis 15 Minuten kostet dies den Manager. Menschen zeigen mit dieser Methode ihre Verletzlichkeit. Dadurch entsteht gegenseitiges Vertrauen, ist der Experte überzeugt. Auch Christa-Marie Münchow weiß als Businesscoach, wie wichtig es ist, einen sicheren Raum zu bieten, in dem Menschen sich mit ihrer Verletzlichkeit zeigen dürfen. Das schafft eine tiefe Verbindung, sagt sie.

Ziele gemeinsam erarbeiten
Peter Ivanov arbeitet mit den „Virtual Power Teams“ die Stärken eines jeden Einzelnen heraus. So wissen die Teams, worauf sie zurückgreifen können. Er sagt: „Es gilt, die Stärken zu stärken, anstatt die Schwächen zu verbessern.“ Ziele werden im Anschluss gemeinsam festgelegt. Nicht einer allein bestimmt. „Virtual Power Teams“ sind zutiefst demokratisch, sagt der Experte, „das Geheimnis ist, es gemeinsam zu gestalten.“ Die Menschen wählen selbst, was sie innerhalb eines großen Ziels beitragen können – aufgrund ihrer jeweiligen Stärke. So entsteht mehr Freude und Flow, so der Experte. Das Engagement ist dann bei jedem Einzelnen höher. Businesscoach Christa-Marie Münchow weiß, dass auch in Online-Trainings oder Workshops die gleichen Vorgehensweisen zu einem Energieanstieg und mehr Kreativität und Erfolg unter den Teilnehmern führen.

„Loben, loben, loben“
In virtuellen Teams zu arbeiten, bedeutet auch, auf strukturierte Kommunikation zu achten. Nicht der Chef hat die meiste Redezeit. Jeder spricht, jeder hat seinen Zeitrahmen, um zu glänzen. Daneben hat Peter Ivanov noch einen wichtigen Tipp für Führungskräfte: „Loben, loben, loben.“ Zu viel Lob kann es gar nicht geben. Angst haben vor der Distanz, die über Entfernungen entsteht, müssen wir nicht, sagt Peter Ivanov. Distanz ist keine Grenze. Online gibt es so viele Möglichkeiten, Anerkennung zu zeigen und sich auszutauschen, dass es mitunter sogar einfacher ist.

So entsteht Erfolg
Peter Ivanov weiß, dass virtuelle Teams eine besondere Zusammensetzung haben: 10 Prozent machen die Teammitglieder und Infrastruktur aus, 20 Prozent sind noch nicht entwickelte Potenziale. Und 70 Prozent sind Beziehungen, das Vertrauen und der Spirit in den Teams. „Leistung kommt, wenn Führungskräfte sich auf die 70 Prozent konzentrieren“, so der Experte.

Tipp: 
Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann hören Sie in den Podcast „Coaching to go“ von Christa-Marie Münchow (Folge 41) hinein. Christa-Marie Münchow und Peter Ivanov erklären hier, wie mit „Virtual Power Teams“ Energie freigesetzt wird.

https://coaching-to-go.space/ Die Folge steht auch als Video bereit: https://bit.ly/3c8kPDs.

Mehr Infos zu Peter Ivanov finden Sie unter: https://www.peter-ivanov.com/de/

Der Podcast „Coaching to go“
Was treibt uns an? Was blockiert uns? Der Podcast „Coaching to go“ unterstützt Menschen mit Job, die etwas für sich selbst tun wollen. Dafür liefert er in kleinen Häppchen Methoden zum Selbstcoaching. Es geht um Selbstführung, Intuition im Business, das Auflösen von Konflikten und Glaubenssätzen, die eigene innere Haltung und das eigene Energiemanagement. Mitunter wird es experimentell, zum Beispiel, wenn direkt vor dem Mikrofon gecoacht wird und die Zuhörer Mäuschen spielen dürfen. Über Interviews mit Experten werden Themen vertieft.
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Mit Leidenschaft: Coach und Podcasterin 
Christa-Marie Münchow lebt nahe Berlin und coacht Menschen in ganz Deutschland. Online, aber auch direkt  vor Ort. Sie  begleitet die Entwicklung von  Selbstständigen, Angestellten und Führungskräften auch als Online-Trainerin und Moderatorin. Seit über 20 Jahren begleitet sie Menschen auf ihrem Weg und bildet andere Coaches und auch Online-Trainer in Wirksamkeit im virtuellen Raum aus.

Christa-Marie Münchow
Foto: Marcus Glahn

 

 

„Sammeln Sie die Schätze ein“

„Sammeln Sie die Schätze ein“  
Warum die Coronakrise auch eine Heldenreise ist

Kurzarbeit, Homeoffice, ausbleibende Umsätze: Das Coronavirus verändert das Leben von vielen Menschen. Doch die Krise bringt nicht nur Herausforderungen mit sich. Auch Schätze hat sie an Bord, sagt Businesscoach Christa-Marie Münchow. Wo die herkommen und wie wir diese erkennen, das erklärt sie mit dem Prinzip der Heldenreise.

Wer gern Filme schaut, der kennt das Prinzip der Heldenreise vielleicht. Es kommt zunächst zu einem Ruf. Etwas reißt uns aus unserem gewohnten Leben. Der Ruf kann von außen einsetzen, so wie jetzt in der Coronakrise. Er will Veränderung. So etwas kann aber auch von innen kommen. Wir haben Ziele, sind ehrgeizig, wollen etwas erreichen. Wir wollen also wohin.

Wir werden geprüft
Üblicherweise laufen wir dann aber nicht gleich los, sagt Christa-Marie Münchow, die seit mehr als zwei Jahrzehnten Angestellte, Selbstständige und Führungskräfte coacht. Zunächst einmal kommen eine Weigerung, Schwierigkeiten oder Hindernisse. Wir finden womöglich Gründe, warum etwas nicht geht. „Wir werden geprüft, ob wir diesen Weg auch wirklich gehen wollen. Das ist ganz normal“, sagt Christa-Marie Münchow. Wenn es gut läuft, kommt in dieser Situation ein Mentor ins Spiel. Jemand, der uns über die Schwelle hilft in ein unbekanntes Land – das Abenteuerland. Der Mentor unterstützt uns zum Beispiel mit Wissen. Es kann aber auch sein, dass wir ganz konkret Gegenstände wie Computer erhalten, die wir brauchen.

Viele im Abenteuerland
Das Abenteuerland ist es, was Millionen Menschen in Deutschland und anderswo seit Wochen erleben. Plötzlich arbeiten Männer und Frauen am Küchentisch im Homeoffice und betreuen gleichzeitig noch ihre Kinder beim Lernen. Andere können ihrem Geschäft gar nicht mehr nachgehen, so wie zahlreiche Coaches. Präsenztermine sind nicht mehr möglich. „In dieser Zeit erleben wir Erfolge, Niederlagen, Irrungen und Wirrungen, aber auch kleine Wunder oder unerwartete Unterstützungen“, so die Trainerin. Das alles dient unserer Transformation und Wandlung. „Helden werden wir ja nicht, indem wir einen Titel verliehen bekommen, sondern über Erfahrung, Leben und all die Schritte, die wir gehen“, so Christa-Marie Münchow. Jetzt in der Coronakrise gibt es nicht die eine Heldenreise. Jeder macht eine ganz eigene individuelle.

Das Elixier
In der Heldenreise kommt es irgendwann zur höchsten Prüfung. Hier wird geschaut, ob wir all dem, was neu ist – eben diesem Weg – auch wirklich standhalten können.  Wenn wir die höchste Prüfung meistern, erhalten wir das Elixier. Es entsteht, wenn wir uns selbst überwinden, wenn neue Kompetenzen wachsen. In der Coronakrise ist es vielleicht die neue Form der Selbstständigkeit, die besser funktioniert als die alte, so Christa-Marie Münchow. Es ist der Mut, alte Zöpfe abzuschneiden und Dinge loszulassen. „Mein Tipp: Schauen Sie, was Sie schon gewonnen haben. Sammeln Sie die Schätze ein, die sich hier auftun.“ Dies kann auch sein, dass Familien einander wieder näher sind. Oder der Stress kleiner ist und es mehr innere Ruhe gibt.

Es gibt einen Rückweg
Zur Heldenreise gehört es, dass das Ende nicht in Sicht ist – so wie jetzt in der Coronakrise. Gleichzeitig müssen wir irgendwann den Rückweg antreten in einen noch nicht erkennbaren Alltag, obwohl uns der Weg im Abenteuerland bereits so viel Energie und Kraft gekostet hat. Die Aufgabe von Helden ist es, dann dranzubleiben, so Christa-Marie Münchow. Wir dürfen Altes loslassen, was wir nicht mehr brauchen. Wir können uns neu erfinden – das gilt auch für Unternehmen. Altes und Neues gilt es, auf dem Rückweg zu vereinen.

Vertrauen ist wichtig
Das Schwierige einer jeden Heldenreise und auch der Coronakrise ist: Wir haben keine Kontrolle. „Wir müssen vertrauen, ohne, dass dies bereits über Erfahrungen bestätigt ist“, sagt Christa-Marie Münchow. „Wir wissen also nicht, ob alles klappt und es gut ausgeht.“ Doch jeder von uns kann mit dafür sorgen, dass Neues und Altes zusammenfinden und wir den Rückweg in einen guten Alltag schaffen. Dies gelingt auch mit empathischem Interesse für den anderen oder mit einem Lächeln. Wir dürfen nicht nur unser Eigenes sichern, so die Trainerin.

 

Tipp: 
Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann hören Sie in den Podcast „Coaching to go“  (Folgen 37, 38 und 40) hinein. Christa-Marie Münchow erklärt hier detailliert, wie die Heldenreise funktioniert und was sie mit der derzeitigen Coronakrise zu tun hat. Bildnachweis : Die Zeichnungen stammen von Hannah Nievelstein.
https://coaching-to-go.space/